Neu: Quick-Check für Unternehmen des Maschinen-/Anlagenbaus

Noch im Sommer gab es in der deutschen Industrie die Hoffnung, dass die Konjunktur einen V-förmigen Verlauf nehmen würde. Jetzt im Herbst hat sich diese Hoffnung leider in Luft aufgelöst. Studien von bekannten Ökonomen sowie vom Branchenverband VDMA gehen mittlerweile von einem mittelfristig deutlichen Anpassungsbedarf im Maschinen- und Anlagenbau aus. Diese Einschätzung bleibt auch trotz zuletzt positiver Impfstoff-Nachrichten bestehen. Das volkswirtschaftliche Vorkrisenniveau wird erst in 2-3 Jahren wieder erreicht sein. Gleichzeitig verändern sich Absatzmärkte und Randbedingungen in einzelnen Branchen gerade rasant und nachhaltig. Die Post-Corona-Welt wird sich für viele Unternehmen (teils grundlegend) anders darstellen.

Hebelwirkung durch Komplexitätsmanagement

Die neue Situation birgt Chancen und Risiken gleichermaßen. Es gilt nun die Lage in einer neuen Wettbewerbsarena zu antizipieren & interpretieren. Trotz gegebener Unsicherheit müssen jetzt die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden. Neustrukturierungen in Portfolio, Geschäftsmodellen, Organisation und Wertschöpfung benötigen insbesondere drei Dinge: Zeit, Änderungswillen und eine ganzheitliche Betrachtung. Wer noch abwartet, wird relativ schnell von den Entwicklungen überrollt werden. Gleichzeitig ist die Bereitschaft bislang gegebene Grundfeste in Frage zu stellen aktuell größer denn je. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um alle Ressourcen auf die richtigen Themen auszurichten. Dabei liefern die Methoden und Perspektiven des Komplexitätsmanagements entscheidende Erkenntnisse und Maßnahmen. Es sind nun diejenigen im Vorteil, die Ausmaß, Wirkung und Ursache der bestehenden Komplexität in ihren Unternehmen ganzheitlich verstanden haben und unter den neuen Gegebenheiten zielgerichtet umsteuern.

Strukturen analysieren und für neue Herausforderungen befähigen

Beflügelt durch die zunehmende Globalisierung war der deutsche Maschinen- und Anlagenbau in den letzten zwei Dekaden erfolgreicher denn je. Die Kombination von Innovationskraft und „alten“ Tugenden hat vielen Unternehmen einen überkonjunkturellen Höhenflug auf dem Weltmarkt beschert. Die bekannten Herausforderungen hießen insbesondere Fachkräftemangel hierzulande und zunehmender Konkurrenzdruck aus Fernost. Die Megatrends Urbanisierung, Individualisierung, Digitalisierung und Klimawandel galten als zukunftsweisend für die Branche. Im Lichte des Corona-Einschlages müssen nun jedoch viele Annahmen hinterfragt werden: Welche Entwicklungen beschleunigen sich? Gibt es Entwicklungen, die sich völlig umkehren? Was ist der richtige Fokus? Die Segel müssen neu ausgerichtet werden, um in der Post-Corona-Dekade durchstarten zu können.

Abb. 1: Vier Dimensionen der Komplexitätsbewertung

Standortbestimmung und Empfehlungen mittels Quick-Check

Aus unserer Sicht im Komplexitätsmanagement sind diese Fragestellungen für Unternehmen des Maschinen-/ Anlagenbaus in vier Dimensionen zu betrachten: Portfolio, Produkt, Produktion und Organisation. Für eine aussagekräftige Standortbestimmung ist auf der einen Seite die Analyse der aktuellen Strukturen und deren Komplexitätsgrad wichtig, auf der anderen Seite eine projizierte Bewertung vor dem Hintergrund sich ändernder Parameter. In den Feldern werden u.a. folgende Fragen adressiert:

Portfolio

  • Wie komplex und variantenreich ist das Portfolio?
  • Welche Produkte lohnen sich und welche Diversität ist notwendig?
  • Treffen die Produkte und Leistungen zukünftige Kundenanforderungen?
  • Sind zu erwartende Verschiebungen von Kundenstrukturen durch das Portfolio abgedeckt?

Produkt

  • Ist die Produktarchitektur für ändernde Marktanforderungen gerüstet?
  • Wie hoch ist der Digitalisierungsgrad der Produkte und Services?
  • Wie hoch ist der Kommunalitätsgrad der Baureihen und Produkte?
  • Welche Teile- / Modulvielfalt ist optimal?

Produktion

  • Wie hoch ist der Komplexitätsgrad der Wertschöpfungsstrukturen?
  • Wie flexibel sind die bestehenden Ressourcen bei geänderten Rahmenbedingungen?
  • Sind die Wertschöpfungsumfänge lokal und global richtig verteilt?
  • Wie robust sind die Lieferketten?

Organisation

  • Wie hoch sind die Komplexitätskosten in den Unternehmensbereichen?
  • Wo kann Komplexität reduziert werden?
  • Was ist der richtige Grad an Zentralisierung und Dezentralisierung?
  • Wie gut sind die Prozesse digitalisiert?

Neben bereits etablierten Auditkonzepten und Benchmarks bieten wir neu ab November 2020 einen Quick-Check jeweils in den vier Bereichen an. Die Analyse erfolgt sowohl datenbasiert durch unsere Methoden und Tools im Smart Complexity Management, als auch mittels Interviews durch unsere branchenerfahrenen Experten. Im Ergebnis erhalten Sie eine fachliche und unternehmens- und produktspezifische Einschätzung Ihrer Stärken und Schwächen sowie konkrete Handlungsempfehlungen.

Bei Interesse kommen Sie gerne unverbindlich auf uns zu.

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