Complexity Management Journal

Editorial

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Unternehmen vor neue und ungeahnte Herausforderungen gestellt. Einen Shut-Down dieser Art gab es noch nie! Es zeigt sich: Transparenz über die eigene Prozesslandschaft und speziell auch Kenntnisse über die vielfältigen Teilprozesse im Unternehmen leistet einen entscheidenden Beitrag, geordnet herunter- und später nach der Krise auch wieder geordnet und schnellstmöglich hochfahren zu können. Prozesstransparenz zusammen mit Produkttransparenz (welche Variante wie und wann wieder hochfahren?) sind Schlüsselkompetenzen!

Bei der Gestaltung, Synchronisation und digitalen Umsetzung von Prozessen sind Logistikkonzerne wie Amazon produzierenden Unternehmen oftmals schon um Jahre voraus. Kürzere Innovationszyklen und z. B. die wachsende Serviceorientierung lassen aber auch produzierenden Unternehmen keine andere Wahl als sich intensiv mit den eigenen Abläufen und Strukturen auseinanderzusetzen.

Mit der Entscheidung für eine aktive Gestaltung von Prozessen und für ein nachhaltiges Geschäftsprozessmanagement geht eine weitere Herausforderung einher: Die internen Strukturen von Unternehmen sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund des zunehmenden Bedarfs crossfunktionaler Kollaboration komplexer geworden und genau diese Veränderung spiegelt sich auch in der Prozesslandschaft wieder. Die ursprünglich primär eindeutigen und repetitiven Aufgaben haben längst Computer und Maschinen übernommen. Was bleibt sind Aktivitäten, die interdisziplinär und bereichsübergreifend durchgeführt werden müssen. Prozesse und Strukturen müssen ganzheitlich betrachtet und weiterentwickelt werden.

Wie Sie mit dieser Art von Komplexität umgehen und sie sogar als Wettbewerbsvorteil nutzen können, möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe des Complexity Management Journals an Praxisbeispielen zeigen. Nutzen Sie z. B. das Momentum, das aus einer ERP-Systemumstellung entsteht, für die Optimierung Ihrer Abläufe und Strukturen. Nutzen Sie Process Mining, um ungenutzte Effizienzpotenziale zu identifizieren.

Herzlich Ihr

Stephan Krumm

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