Komplexitätsmanagement im Anlagenbau

Editorial

Zwischen Anlagenbauern und Unternehmen des Maschinenbaus oder der Automobilindustrie besteht ein wesentlicher und entscheidender Unterschied: Im Gegensatz zu einem von letzteren weitgehend über „Configure to Order“ (CTO) beherrschbaren automatisierbaren Produktionsprozess liegen die Herausforderungen des Anlagenbaus im „Engineer to Order“ (ETO) oder gar im „Design to Order“ (DTO). Dieser immense Unterschied lässt die Komplexität im Anlagenbau um eine zusätzliche Dimension steigen, da damit pro Kundenauftrag eine projektindividuelle Auftragsabwicklungsprozesskette verbunden ist, welche sich vom Angebot über AnlagenProjektierung, und -Engineering bis zur Fertigung und Montage auf der Baustelle des Kunden erstreckt.

Wir erläutern Ihnen daher in dieser Ausgabe, warum im Anlagenbau eine sinnvolle Standardisierung nur auf einer „doppelten“ Baukasten-Strategie basieren kann und warum gerade deshalb ein Anlagenbauunternehmen, in ähnlicher Weise wie ein Komponist bei einer Sinfonie, die Kunst der Komposition seiner Anlagenkomponenten beherrschen muss. Zusätzlich setzen wir uns in weiteren Artikeln mit den Herausforderungen in Abwicklungsprozessen und der Organisation sowie bei der Verankerung des Komplexitätsmanagements in AnlagenbauUnternehmen auseinander.

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