Die Branche der Hausgeräte und Haushaltselektronik bringt aus verschiedenen Perspektiven spannende und vor allem komplexe Herausforderungen mit sich. Dies beginnt bereits auf der Marktseite, wo es auf die Erfüllung spezifischer Kundenanforderungen im B2C-Geschäft ankommt und gleichzeitig den Eigenheiten und der Marktmacht des Handels (B2B) Rechnung getragen werden muss.

Immer stärker vernetzte Hausgeräte eröffnen für die Branche zudem völlig neue Möglichkeiten der Integration in den Alltag und der Erschließung zusätzlicher Kundennutzenpotenziale. Der Kühlschrank der selbstständig die Einkaufsliste erstellt und auf das Smartphone sendet oder die Waschmaschine, die den jeweils günstigsten Stromtarif wählt, sind nur zwei der unendlichen vielen Anwendungsbeispiele, deren Realisierung die Hersteller vor völlig neue Chancen aber auch Herausforderungen des Produktleistungssystems stellen. Wie lassen sich die Hardware-Komponenten in die Produktarchitektur integrieren? Wie gewährleistet man eine Updatefähigkeit des Gesamtsystems? Welche Dienste lassen sich von extern integrieren? Welche neuen Geschäftsmodelle lassen sich realisieren? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die ein zunehmend komplexes Problem darstellen.

  • Hausgeräte

    Der "smarte Kühlschrank". Fortschreitende Digitalisierung und die Integration in das „Smart Home“ eröffnen der Hausgerätebranche völlig neue Möglichkeiten und bringen gleichzeitig enorme Herausforderungen mit sich. Hersteller müssen immer neue und regional unterschiedliche Kundenanforderungen in ihren Produkten realisieren und dem Wunsch nach Individualisierung Rechnung tragen. Die Produktlebenszyklen der technischen Plattformen werden immer kürzer, bleiben aber weiterhin um ein Vielfaches über denen der Software-Elemente. Kurzfristige Update- und Upgrade-Fähigkeit wird Pflicht und muss den Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit genügen. Und das alles unter Einhaltung immer schärferer Regularien und Richtlinien zum Energieverbrauch. Um die immer größer werdende Komplexität zu managen, müssen integrale Architekturen geschaffen werden, die alle Stufen des Leistungssystems umfassen, von modular aufgebauten Produkten über Dienstleistungen bis hin zu völlig neuen Geschäftsmodellen und Mechanismen zur Monetarisierung.

  • Haushaltselektronik

    Auch die Haushaltselektronik wird von der Digitalisierungswelle erfasst. Smarte Produkte, Sprachassistenten und Connectivity-Lösungen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dabei ändern sich neben dem Nutzungsverhalten der Kunden auch die Anforderungen an die technische Lösung im Produkt sowie die Gestaltung der zugehörigen Dienstleistungen. Jedes neue Gerät muss möglichst aufwandsarm in bestehende Infrastrukturen und Dienstleistungsangebote integrierbar sein. Allein das stellt eine enorme Herausforderung an die Produktgestaltung dar, da Lebenszyklen von Hard- und Software immer stärker von einander abweichen. Alle Anforderungen gemeinsam und systematisch zu managen, wird einerseits immer komplexer und stellt andererseits den Schlüssel zum Erfolg dar.

Weitere Informationen

  • 19.11.2019
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    16.09.2019
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    29.01.2016
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    Produktbaukästen entwickeln
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    • Innovatives Produktportfolio


      Unser Kunde stand als Marktführer im Bereich der Hausgeräte mit internationaler Präsenz vor der Herausforderung, sein Produktportfolio an zukünftigen, teils unscharfen oder unbekannten Anforderungen aus unterschiedlichsten Märkten auszurichten. Dabei galt es, neben den Kundenwünschen gleichermaßen die Restriktionen, die sich aus vorhandenen Produktionsressourcen ergeben, zu berücksichtigen. Wir haben gemeinsam in einem systematischen Ansatz zunächst die Anforderungen an die Produktgenerationen der Zukunft ermittelt, um darauf aufbauend ein innovatives Produktportfolio zu definieren. Bei dessen Realisierung stand im Vordergrund, die Produktarchitekturen so zu gestalten, dass aus vielfach standardisierten Komponenten, möglichst viele unterschiedliche Produkte kostenoptimal zu generieren sind, und gleichzeitig die bestehenden Anforderungen der Produktion berücksichtigt werden.

      Entstanden ist ein Produktbaukasten, der im Kern hochgradig standardisiert ist, um Skaleneffekte realisieren zu können, und gleichzeitig ein Höchstmaß an Individualisierung und digitaler Vernetzung ermöglicht, um regionalen Anforderungen und individuellen Kundenwünschen gerecht zu werden. Der Kunde steht im Fokus!

    • Die Basis für neue Produktgenerationen schaffen


      Ein Premium-Hausgerätehersteller hat sich zum Ziel gesetzt, ein abgestimmtes Produktportfolio aufzubauen und damit seine Marktposition nachhaltig zu verbessern. Mithilfe unseres ganzheitlichen Ansatzes des Komplexitätsmanagements konnten wir den Kunden hierzu befähigen. Unter Einsatz der generischen Produktstruktur wurden einerseits Kommunalitäten zwischen den unterschiedlichen Baureihen aufgezeigt und zum anderen kundenfokussierte Erfolgsmerkmale zur Differenzierung herausgestellt. Um die Effizienz der Produktentwicklung zu verbessern wurden außerdem agile Arbeitsweisen etabliert und erfolgreich im Projekt umgesetzt. So wurde die Basis für zukünftige, innovationsreiche Produktgenerationen geschaffen, um auch weiterhin dem Anspruch der Qualitäts- und Technologieführerschaft gerecht zu werden und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit zu sichern.


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