Fortwährender Kostendruck, neue disruptive Innovationen wie Elektromobilität und Digitalisierung, stagnierende Marktentwicklungen, Klimawandel und global Sourcing. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Es gibt wenige Branchen, auf die sämtliche weltweite Megatrends so sehr zutreffend sind, wie die Automobilindustrie und sich dabei so fundamental in ihrer Herausforderung widersprechen. Dies lässt sich nur durch ein holistisches Komplexitätsmanagement auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Unternehmen beantworten. Durch das Zusammenspiel des Produktprogramms, der Produktarchitektur, der Prozesse und der Organisationsstruktur kann das Komplexitätsmanagement mit all seinen Methoden und Tools die volle Kraft entfalten. Dabei lässt sich noch großes Potenzial im Netzwerk zwischen den OEMs und den Zulieferern heben.

  • OEM/Hersteller

    Die Herausforderung für OEMs besteht in der Bereitstellung innovativer marktadäquater Endproduktvielfalt bei gleichzeitiger Beherrschung der internen Komponenten- und Prozessvielfalt und unter dem Druck immer kürzerer Produktlebenszyklen sowie kapitalintensiven Technologien. Zahlreiche Projekte haben gezeigt, dass hier nachhaltige Komplexitätsmanagementansätze unumgänglich sind. In vielen Unternehmen ist die nächste Evolutionsstufe im Komplexitätsmanagement ein Umdenken in den eigenen Produktentstehungsprozessen. Die Rolle der Zulieferer rückt verstärkt in den Fokus. Die OEMs müssen noch aktiver und grundlegender – schon bei der Definition der Fahrzeugarchitekturen – die Zulieferer mit ihren Fähigkeiten und Randbedingungen integrieren.

  • Systemlieferanten und Komponentenhersteller

    Für die Systemlieferanten und Komponentenhersteller besteht eine der wesentlichen Herausforderungen in der Bereitstellung effizienter Produktions- und Logistikstrukturen zur Bewältigung der Komplexität. Aus unseren Projekten wissen wir jedoch, dass die Gestaltung dieser Strukturen noch weiteren Einflussgrößen auf die Supply Chain unterliegt. Systemlieferanten stehen außerdem vor der Herausforderung ihre Produkte unabhängig vom OEM komplexitätsoptimal zu gestalten, um durch Skaleneffekte die eigene Rendite zu maximieren. Sie gehen dazu über, eigene modulare Architekturen einzuführen und Anforderungskommunalitäten nutzbar zu machen. Beide Zuliefererrollen wandeln sich vom reinen Bauteillieferanten hin zum integrierten Entwicklungspartner für die OEMs.

Weitere Informationen

  • 27.05.2020
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    • Variantenmanagement bei einem deutschen OEM


      Bei einem deutschen Premium-OEM wurde die Variantenvielfalt anhand von exemplarischen Fahrzeugbaugruppen analysiert und verbessert: Zu Beginn des Projekts wurden mit Hilfe von Expertenbefragungen die Marktanforderungen als externe Diversität und die dafür notwendige interne Bauteilvarianz erfasst. Durch entsprechende Analyseverfahren im Complexity Manager konnten so Kandidaten für Einsparpotenziale identifiziert werden. Durch weitere Analysen des Konstruktions- sowie Produktions- und Logistikkonzepts und der Vertragssituation mit Zulieferern konnten Einsparszenarien von mehreren hunderttausend Euro sukzessive hergeleitet werden. Darüber hinaus wurde auch das Vorgehen im Beschaffungsprozess optimiert.

    • Prozessoptimierung bei einem Tier2-Zulieferer


      Bei einem Tier-2-Komponentenlieferanten haben wir die Wettbewerbsfähigkeit durch Reduktion der Geschäftskomplexität gesteigert: Als Startpunkt für das Verbesserungsprojekt wurde die Relation der aktuellen internen und der unveränderbaren externen Geschäftskomplexität analysiert, um Potenziale für den Abbau von interner "Überkomplexität" zu identifizieren. Auf Basis der Analysenergebnisse, die anhand von ausgewählten Komplexitätstreibern in allen Unternehmensbereichen und Prozessen ermittelt wurden, konnten detaillierte Optimierungsoptionen mit signifikanten Kostenreduktionen erarbeitet und umgesetzt werden.

    • Modulare Produktarchitektur


      Ein Marktführer für Sitze im Nutzfahrzeugbereich sah sich als Tier-1-Systemzulieferer mit der Herausforderung konfrontiert, unterschiedlichste Kundengruppierungen mit entsprechend heterogenen Anforderungen bedienen zu müssen. Ausgehend vom Markt wurde mit Hilfe von Marktsegmentierung, strategischer Positionierung, Use Cases und Produktleistungssystem eine modulare Sitz-Architektur hergeleitet. Darüber hinaus wurden auch Kommunalitäten in Einklang mit der Produktionsarchitektur und der Supply Chain gehoben. Mit definierten Modulen und standardisierten Schnittstellen kann nun zügig und flexibel eine kundenspezifische Lösung für jedes Anforderungsprofil abgeleitet werden.


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